Bitcoin: Grünes Mining könnte Kryptos umweltfreundlich machen

Bitcoin: Grünes Mining könnte Kryptos umweltfreundlich machen

Bitcoin & Co stehen aufgrund ihres massiven Energieverbrauchs immer wieder in der Kritik. Was könnte dem Bitcoin ein grünes Image spendieren? Der Klimawandel ist leider Realität und vielerorts auf der Welt wird darüber beraten, wie der CO2-Ausstoß verringert werden könnte. Elektrofahrzeuge stehen hoch im Kurs, eine Reduzierung des Energieverbrauchs im Allgemeinen ebenfalls.

An der Krypto-Branche geht das Thema allerdings zumeist vorbei, was angesichts des katastrophal hohen Verbrauchs an Energie während der Berechnung von Kryptowährung durchaus bedenklich ist. Das Image als Klimasünder wurde unlängst von Tesla-CEO Elon Musk wieder in Erinnerung gerufen, als der Pionier in Sachen Elektroautos erklärte, keine Bitcoin-Zahlungen mehr zu akzeptieren, solange die Technologie derart umweltschädlich sei.

Bitcoin sucht Wege zum grünen Mining

Die Kritik bezüglich der schlechten Klimabilanz ist einer der häufigsten Kritikpunkte an digitalen Währungen. Das Schürfen oder auch Berechnen der Coins ist mit einem sehr hohen Energieaufwand verbunden, jede einzelne Transaktion ebenfalls. Mareike Müller vom Handelsblatt ist sogar der Meinung, dass der Energieverbrauch des Bitcoins pro Jahr den Stromverbrauch der Niederlande überschreitet.

Dabei wird die Energie überwiegend aus fossilen Brennstoffen bezogen, was die Sache weiter verschlimmert. Allerdings findet sich hier aber auch der erste Ansatz, Kryptowährungen künftig umweltfreundlicher zu machen. Der exorbitant hohe Stromverbrauch ist definitiv nicht gut, das eigentliche Problem besteht aber darin, woher der Strom stammt. Ein echter Wandel wäre es daher, wenn Bitcoin-Mining und auch die Energie, die für Transaktionen benötigt wird, komplett aus erneuerbaren Energien gewonnen werden könnte, meint Constantin Kogan von Yahoo Finance.

Kryptowährungen brauchen ein neues Image

Der Umbruch würde darin bestehen, dass sowohl der ökologische Fußabdruck als auch die CO2-Bilanz deutlich verbessert werden. Hinzu kommt, dass die Preise für natürliche Energiequellen in den letzten Jahren stetig gesunken sind und dass Effizienz und Produktionskapazitäten kontinuierlich ausgebaut werden. Gute Voraussetzungen also zumal sie implizieren, dass die Miner auf lange Sicht kein finanzielles Risiko eingehen.

Der Umstieg auf grünen Strom würde sich wahrscheinlich auch moralisch lohnen und der permanenten Kritik an den energieaufwendigen Kryptos den Wind aus den Segeln nehmen. Nach der harschen Kritik am Bitcoin konnte die letzten Monate bereits beobachtet werden, dass mittlerweile bereits 56 Prozent des Stroms im Mining-Sektor aus erneuerbaren Energien komme, so Constantin Kogan. Im ersten Quartal 2021 lag diese Quote noch bei 36,8 Prozent.

Energieeffiziente PoS-Methode als Lösung

Finanzspezialisten diskutieren zudem einen weiteren Ansatz, digitale Währungen künftig umweltfreundlicher zu gestalten. Der Bitcoins arbeitet aktuell mit der PoW-Methode (Proof-of-Work), während einige andere Kryptowährungen die energieeffizientere PoS-Methode (Proof-of-Stake) nutzen. Der Unterschied besteht in der Methode, wie eine Transaktion auf der Blockchain validiert wird. PoS-Protokolle sind deutlich einfacher und kostengünstiger aufgebaut, bevorzugen für die Validierung jedoch Teilnehmer, die eine hohe Anzahl der jeweiligen Kryptowährung besitzen.

Dieser Ansatz ist bei eingefleischten Anhängern von digitalen Währungen allerdings wenig beliebt, da sie den Standpunkt vertreten, dass dieses Verfahren die Kryptowährungen „weniger dezentral“ mache. Als dritte Alternative werden Möglichkeiten untersucht, die Rechenzentren zum Schürfen von Coins in kühlen Umgebungen zu platzieren, um den ebenfalls sehr hohen Energiebedarf für das Wärmemanagement zu senken. ✠

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