Lottoland gewinnt Rechtsstreit mit Glücksspielaufsicht

Boris Raczynski

Lottoland gewinnt in Australien Rechtsstreit mit Glücksspielaufsicht

Lottoland hat in Australien erfolgreich eine Änderung der Glücksspiel-Gesetze im Bundesstaat Northern Territory verhindert. Der Rechtsstreit tobte seit Monaten und sorgte für allerhand Schlagzeilen. Die Gesetzesvorlage sah vor, ab Oktober 2020 sogenannte „Jackpot-Wetten“ und Wetten auf ausländische Finanzmärkte zu verbieten. Beide Produkte sind Kerngeschäfte von Lottoland. Laut einem Bericht des australischen Nachrichtensenders ABC News konnte der Zweitlotterien-Anbieter vor dem obersten Gerichtshof des Northern Territory eine gerichtliche Unterlassungsverfügung gegen die Regierung des Bundesstaates erwirken.

Lottoland gewinnt Rechtsstreit mit Glücksspielaufsicht

Die Regierung scheint den Angriff auf den Anbieter von Zweitlotterien mit langer Hand vorbereitet zu haben. Den Gerichtsakten kann entnommen werden, dass die geplante Gesetzesänderung bereits seit Ende 2019 geplant gewesen sei. Natasha Fyles, die Ministerin für Rennsport, Glücksspiel und Lizenzierung, soll sich am 11. November 2019 in einem Brief an die zuständige Glücksspiel-Aufsicht (Northern Territory Racing Commission) gewandt haben. Ihr Ministerium habe zuvor zahlreiche Beschwerden gegen Lottoland erhalten, da der Anbieter ihre Produkte mit „irreführender Wortwahl“ bewürbe.

Lottoland führe Nutzer angeblich bewusst in die Irre

So gebe Lottoland fälschlicherweise den Eindruck, eine Lottogesellschaft zu sein und echte Lottospiele durchzuführen, obwohl dies nicht der Fall sei. Bereits der Name des Unternehmens stelle ein Problem dar, da er das Wort „Lotto“ enthalte. Die Ministerin habe die Glücksspiel-Aufsicht daher dazu aufgefordert, die Lizenzbedingungen all ihrer Lizenznehmer zu ändern. Am 23. Dezember letzten Jahres soll die Behörde der Aufforderung nachgekommen sein. Alle Lizenznehmer seien aufgefordert werden „irreführende Lotto-Wetten“ sowie Wetten auf ausländische Finanzmärkte aus ihrem Produktangebot zu streichen. Während dies für den Großteil der Glücksspiel-Anbieter kein Problem dargestellt habe, hätte es für Lottoland das Aus bedeutet, da das Unternehmen fast ausschließlich die betroffenen Produkte anbiete.

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