Glücksspiel: Brasilien geht gegen Lootboxen vor

Glücksspiel: Brasilien geht gegen Lootboxen vor

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Glücksspiel: Behörden in Brasilien haben eine Untersuchung mit dem Ziel gestartet, Lootboxen in Spielen künftig komplett zu verbieten. In Europa haben Länder wie Belgien und die Niederlande bereits Regulierungen für Lootboxen eingeführt. Die eSport-Nation Brasilien will nun ebenfalls gegen das „Glücksspiel“-System vorgehen.

Dazu haben Behörden des Landes eine Untersuchung gestartet, die darauf abzielt, Lootboxen zu untersagen, so diese als zufällige Monetarisierung anerkennt werden. Das könnte laut einem Bericht von eSports zu Geldstrafen von bis zu 706.000 US-Dollar pro Tag führen.

Brasilien sagt Lootboxen den Kampf an

In Deutschland wurden im Rahmen des Jugendschutzgesetzes ebenfalls neue Regeln eingeführt. Das Anbieten von Lootboxen in eine Spiel kann dessen Altersfreigabe beeinflussen. Spiele, die vorher zum Beispiel an 12 Jahren zugänglich waren, konnten auf die Klassifizierung 18+ angehoben werden.

Darunter fallen auch Blockbuster wie FIFA, die nach den neuen Regeln als Spiele für Erwachsene gelten, da sie Glücksspiel-Elemente enthalten. Lootboxen sind kostenpflichtige Gegenstände in einem Spiel, die Rubbellosen gleichen und somit neben Nieten auch Hauptgewinne bringen können.

Glücksspiel und Videospiel in Kombination

In einigen Spielen wie beispielsweise CS:GO sind alle Inhalte der Boxen handelbar und können auf einem Markt gewinnbringend weiterverkauft werden. Die Verbindungen zum Glücksspiel sind somit klar erkennbar.

In den meisten Ländern ist Glücksspiel unter 18 Jahren verboten, doch Lootboxen wiederum sind in vielen Spielen auch für Minderjährige erhältlich. Daher werden derzeit viele Ermittlungen auf Empfehlung des National Association of Child and Adolescent Defense Centers (kurz ANCED) eingeleitet. Die Anbieter der Spiele halten sich nach wie vor zu dem Thema möglichst bedeckt. ✠

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