Online-Casinos: Einsatzlimit steigt auf 5 Euro pro Spin

Online-Casinos: Einsatzlimit steigt auf 5 Euro pro Spin

Online-Casinos: Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat das bisherige Einsatzlimit von 1 Euro pro Spiel per Änderungsbescheid angehoben. In deutschen Internet-Casinos gibt daher seit dem 1. Juli 2026 ein neues Einsatzmodell. Spieler können unter bestimmten Voraussetzungen fortan bis zu 5 Euro pro Spin setzen.

Ganz so einfach wie es klingt ist es allerdings nicht, die GGL hat sich für einen recht deutschen Weg entschieden: Die Erhöhung erfolgt in zwei Stufen, ist an klare Bedingungen geknüpft und bleibt eng mit Spielerschutz, Altersprüfung und Monitoring verbunden. Spieler haben etwas mehr Freiheit, übernehmen dafür aber auch ein Plus an Verantwortung.

Online-Casinos können Einsatzlimit auf bis zu 5 Euro pro Spin erhöhen

Das Einsatzlimit in deutschen Online-Casinos ist seit dem Glücksspielstaatsvertrags 2021 (§ 22a Abs. 7 Satz 1) klar definiert. Die Regel wird auch weiterhin als gesetzliche Grundlage gelten. Die Neuerung besteht darin, dass Betreiber unter bestimmten Voraussetzungen von dieser Regelung abweichen können. Die GGL erlaubt eine stufenweise Erhöhung auf bis zu 5 Euro pro Spiel.

Grundlage dafür ist der Änderungsbescheid vom 30. Juni 2026, der seit dem 1. Juli 2026 wirksam ist. Interessierte Spieler sollten zudem beachten, dass nicht jedes Internet-Casino die höheren Einsätze automatisch freischaltet. Die Betreiber die Online-Glücksspiele müssen die neuen Limits zunächst technisch umsetzen.

Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) will zwei Schritte

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat die Erhöhung von 1 Euro auf 5 Euro in zwei Stufen ausgestaltet: Die erste Stufe erlaubt Einsätze von mehr als 1 Euro bis maximal 3 Euro pro Spin. Interessierte Spieler müssen dazu ein Mindestalter von 21 Jahren haben. Weitere Anforderungen gibt es für diese Stufe nicht.

Die zweite Stufe erlaubt dann Einsätze von mehr als 3 Euro bis maximal 5 Euro pro Spin. Die Teilnahme ist wieder an ein Mindestalter von 21 Jahren gebunden. Zudem müssen Spieler bei dem jeweiligen Anbieter einen Qualifikationszeitraum von 90 Tagen ohne suchtauffälliges Spielverhalten durchlaufen. Das Online-Casino muss außerdem ein spezielles Limit-Monitoring durchführen. Dazu ist die Einwilligung der Spieler zur Verarbeitung von entsprechenden Daten notwendig.

Als Fazit ist ein direkter Einstieg mit 5 Euro pro Spin nicht möglich.

Online-Casinos mit Limits von 3 Euro oder 5 Euro pro Spin

Einige Anbieter haben direkt zum Start reagiert und umgehend die höheren Einsatzgrenzen freigeschaltet. Dabei gibt es jedoch Unterschiede zwischen der 3-Euro-Stufe und der 5-Euro-Stufe.

Die folgenden Anbieter erlauben bis zu 3 Euro pro Spin:

• Tipico
• Jokerstar
• bwin
• LordLucky
• Merkur Slots

Bis zu 5 Euro pro Spin ermöglichen aktuell die folgenden Betreiber:

• Betano
• Wunderino
• StarGames
• Löwen Play
• Lapalingo
• JackpotPiraten
• BingBong
• Wildz
• AdmiralBet
• bet-at-home
• Novoline.de
• TigerSpin

Spieler können allerdings auch bei den genannten Anbietern nicht sofort mit 5 Euro pro Dreh loslegen. Die Betreiber können zwar die technische Obergrenze freigeben, das persönliche Limit der Spieler wird aber erst nach der 90-Tage-Qualifikation angehoben. Bis daher bleibt das Maximum von 3 Euro. Die Begründung der GGL für die Erhöhung ist vor allem wirtschaftlicher Natur.

Die Behörde verweist auf die Inflation und auf § 22a Abs. 7 Satz 2 GlüStV 2021. Diese Regel erlaubt es, den Höchsteinsatz an veränderte wirtschaftliche Verhältnisse anzupassen. Ein Euro im Jahr 2021 hat bekanntlich heute weniger Kaufkraft als zum Zeitpunkt der Einführung des Glücksspielstaatsvertrags

GGL nennt acht Indikatoren für Spielsuchtgefährdung

Die GGL betont explizit, dass der Spielerschutz nicht ausgehebelt werden soll. Daher kommen Altersgrenzen, Qualifikationsphasen und ein Monitoring-System zum Einsatz. Die Erhöhung soll also nicht einfach mehr Risiko erlauben, sondern nur unter kontrollierten Bedingungen greifen. Spieler, die ein erhöhtes Einsatzlimit nutzen wollen, sollten darauf vorbereitet sein, dass das Online-Casino ganz genau auf ihr Verhalten schauen wird.

Die GGL nennt explizit acht Warnzeichen. Treffen drei oder mehr davon innerhalb von 90 Tagen zu, gilt eine Spielsuchtgefährdung als gegeben. Zu diesen Warnzeichen zählen unter anderem eine Selbst- oder Fremdsperre in den vergangenen 24 Monaten, mehrfaches Auslösen des Panikbuttons, auffällige Zahlungsmuster, mehrere Einzahlungen innerhalb einer Sitzung oder sehr lange nächtliche Spielsitzungen.

Quellenangabe: Online-Casino-Zeitung