Das trifft die Fußball Bundesliga: Kommt jetzt ein Werbeverbot für Sportwetten?

Das trifft die Fußball Bundesliga: Kommt jetzt ein Werbeverbot für Sportwetten?

Sportwetten: Die Freie Hansestadt Bremen startet eine Initiative für ein Werbeverbot von Sportwetten. Angesicht des hohen Suchtfaktors und der über 200.000 Spielsüchtigen in Deutschland sieht der Innensenator Ulrich Mäurer einen dringenden Handlungsbedarf.

Mit dieser Entscheidung legt sich das kleinste Bundesland Deutschlands laut einem Bericht von Tagesschau mit den größten Profi-Fußball-Clubs an. Mäurer wörtlich „Das trifft ja im Kern die Deutsche Fußball Liga, weil ihre Stars ja alle unter Vertrag stehen für diverse Sportanbieter.“ Allerdings ist das nicht sein erster Versuch, dem Sport Grenzen aufzuzwingen. Seit mehreren Jahren pocht Ulrich bei der DFL auf eine Übernahme der Mehrkosten durch den Ligaverband bei Hochrisikospielen.

Antrag für die Herbstkonferenz der Innenminister

„Die IMK stellt fest, dass Werbung für Glücksspiele mit hohem Suchtrisiko (Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Poker, Online-Casino) insbesondere den Zielen der Suchtbekämpfung und Suchtprävention sowie des Jugendschutzes gemäß § 1 Satz 1 Nr. 1 und 3 Glücksspielstaatsvertrag 2021 zuwiderläuft.“ Vom 1. Bis zum 3. Dezember soll nun auf der Herbstkonferenz der Innenminister in Stuttgart darüber diskutiert werden.

Das Ziel: Ein Entwurf für den Änderungsstaatsvertrag, der Werbeverbote für Sportwetten vorsieht.

Was ist mit der Liberalisierung des Glücksspielmarktes?

Seit 2021 gibt es einen neuen Glücksspielstaatsvertrag, der vor allem den Online-Bereich für private Glücksspielanbieter legalisiert. Weg vom Schwarzmarkt der Online-Casinos und hin zu sicheren Spielerlebnisse für die Verbraucher. Und genau das sieht Mäurer durch die penetrante Sportwetten-Werbung jetzt gefährdet. „Werbung sorgt für eine Gewöhnung und somit Normalisierung von Glücksspiel. Es wird nicht als sozial unerwünscht, sondern als akzeptiert dargestellt“, heißt es wörtlich in der Vorlage zur Innenministerkonferenz. Doch gerade der Glücksspielstaatsvertrag regelt bereits die Art und den Umfang werblicher Maßnahmen der Online-Glücksspielanbieter im Einklang der Suchtprävention.

Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht in der Kritik

„Seit dieser Bundesliga-Saison präsentiert jedoch Tipico die Sportschau und erhält damit Einzug in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der für maximale Seriosität steht. Ziel von Tipico ist die Aufwertung des eigenen Angebots, um das ursprüngliche Schmuddelimage loszuwerden. Doch trotz der Legalisierung gilt weiterhin: Glücksspiel kann süchtig machen“, kritisiert Ulrich Mäurer. So hart die Kritik erscheinen mag, rechtlich darf der öffentliche Rundfunk Sportwettenanbieter als Werbepartner aufnehmen. ✠

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